Was bringt TYPO3 von sich aus mit?
- Server-seitiges HTML. Der Text steht im Quelltext, bevor ein
Browser JavaScript ausführt. Das ist die wichtigste Voraussetzung überhaupt, und
TYPO3 erfüllt sie, solange niemand das Frontend als reine JavaScript-Anwendung
gebaut hat.
- Sitemap. Die Systemerweiterung SEO erzeugt eine XML-Sitemap mit
Änderungsdatum je Seite. In die robots.txt müssen Sie sie allerdings selbst
eintragen.
- Canonical, Titel, Beschreibung, Open Graph. Alles da, in den
Seiteneigenschaften, und die Redaktion pflegt es. Wo die Beschreibung fehlt,
bleibt das Feld eben leer. Dem Check fällt das auf.
- Sprache. Das lang-Attribut kommt aus der Site-Konfiguration.
Was fehlt in den meisten Installationen?
Strukturierte Daten. Ohne Erweiterung schreibt TYPO3 kein JSON-LD, also keine
maschinenlesbare Angabe darüber, welche Organisation hinter der Website steht, wo sie
sitzt und wie man sie erreicht. Für ein KI-System macht das den Unterschied zwischen
„irgendeine Website über Energie“ und „die Stadtwerke Beispielstadt, Versorger in
Beispielstadt, erreichbar unter dieser Nummer“.
Dahin führen zwei Wege. Die Erweiterung schema von Brotkrueml erzeugt
JSON-LD aus TypoScript und PHP und deckt Organization, LocalBusiness, BreadcrumbList
und FAQPage ab. Es geht aber auch kleiner: den Organisations-Knoten als
TypoScript-Block in den Seitenkopf schreiben. Für eine Website mit einer einzigen
Organisation reicht das aus meiner Sicht völlig.
Wie werden Inhalte zitierbar?
Hier kann TYPO3 wenig beitragen. Es kommt auf die Redaktion an und auf die
Inhaltselemente, die man ihr an die Hand gibt. Am meisten bringen drei Dinge:
- Antwort zuerst. Der erste Absatz nach einer Überschrift
beantwortet deren Frage, in zwei, drei Sätzen. Und bitte kein
„In diesem Abschnitt erfahren Sie“.
- Überschriften als Fragen. Genau so fragen Menschen ein
KI-System: „Wie beantrage ich einen Hausanschluss?“ Eine Überschrift mit diesem
Wortlaut wird gefunden.
- Ein FAQ-Element mit Markup. Ein Inhaltselement, das Frage und
Antwort als Akkordeon zeigt und gleichzeitig FAQPage-Markup schreibt, baut man
mit Content Blocks in einer Stunde. Wichtig ist nur, dass die Antworten auch im
zugeklappten Zustand im HTML stehen.
Welche Befunde des Checks betreffen TYPO3 typischerweise?
- Sitemap nicht in der robots.txt. Es fehlt nur eine Zeile. Die
robots.txt liegt meist als statische Datei im Webroot oder entsteht über die
Site-Konfiguration.
- Mehr als eine H1. Passiert, wenn das Layout den Seitentitel
schon als H1 setzt und die Redaktion im Textelement noch eine zweite wählt. Per
TCA lässt sich die Auswahl im Element auf H2 bis H4 begrenzen.
- Fehlende Alt-Texte. Das Feld gibt es in der Dateiliste, ob es
gefüllt ist, hängt an der Pflege. Ein Pflichtfeld in der TCA hilft nach.
- Kein Datum sichtbar. Nachrichten und Artikel haben es im
Datensatz. Ins Template gehört es als time-Element mit datetime-Attribut, dazu
dateModified im Article-Markup.
- Antwortzeit. Ohne Seitencache ist TYPO3 langsam, also muss der
Cache an sein. Und ein Formular sollte nur sein eigenes Element aus dem Cache
nehmen, nicht gleich die ganze Seite.
Wie viel Aufwand ist das?
Bei einer bestehenden Installation mit gepflegten Seiteneigenschaften sind
robots.txt und Organisations-Markup an einem Vormittag erledigt, FAQ-Element und
Datumsausgabe an einem Tag. Länger dauert es, die Inhalte umzubauen. Das ist Sache
der Redaktion, und die muss nicht alles auf einmal schaffen: Seite für Seite,
angefangen bei denen, nach denen am häufigsten gefragt wird.